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2005

Kindergarten 4 Gruppen

Einbindung in die Umgebung - Fügung

Der Kindergarten ist Teil eines Gebäudeensembles, welches sich einer Welle folgend in die doch beengte Situation des stadträumlichen Kontextes wie selbstverständlich einfügt. Die Schulmensa als struktureller Partner orientiert sich dabei durch die konkave Form zum Schulhof, während sich der Kindergarten zur öffentlich Seite der Grundstückes orientiert und damit dem Straßenraum der Multscherstraße eine Fassung gibt. Die Gesamtstruktur reagiert so auf die unterschiedlichen Wertigkeiten des Ortes und schafft dadurch spannungsreiche Abfolgen von räumlichen Aufweitungen und Verengungen.

Innerer Aufbau - Typologie

Der typologische Aufbau des Kindergartens folgt dem Leitbild einer Feder. Den Kiel der Feder erkennt man in Form des 2 geschossigen Rückgrates wieder, welches die Versorgungseinrichtungen des Gebäudes wie Umkleide, Personal und Sozialräume beherbergt.

Die Fügungskonzeption des Äußeren findet sich auch im Inneren des Gebäudes wieder, d.h. die städtebauliche Leitlinie wird dabei zum Rückgrat des Gebäudes und schafft auch hier wieder zwei Bereiche mit unterschiedlichen Qualitäten. Zum einen den eher öffentlichen Bereich mit Foyer und Mehrzweckraum als Schnittstelle und Bindeglied zur bestehenden Schule, zum anderen den Bereich der aufgeständerten Gruppenräume mit zugehöriger Freifläche.

Material und Konstruktion

Das Rückgrat des Gebäudes ist seiner Bestimmung gemäß in Massivbauweise ausgeführt. Die Gruppenräume setzten sich demgegenüber als Holzkonstruktion ab und machen dadurch den typologischen Aufbau deutlich. Über die Gruppenräume legen sich dem Leitbild folgend zwei federleichte geschweifte Dachflächen und schaffen dadurch im Inneren differenzierte Raumsituationen.

 
Projekttyp:
Neubau Kindergarten

Bauherr:
Freie Waldorfschule Ulm eV.

 

 
BGF:
1.800 qm

BRI:
6.600 cbm

Projektzeit:
2004-2005

Planungsleistungen:
LP 5-8 HOAI | Gerken Architekten
LP 1-4 Stadler Architekten, Frickingen